Sehr geehrte Damen und Herren,
ein Jahr ist es her, dass der Papst den Rücktritt von Bischof Felix angenommen hat. Spürbar steigt die Spannung, wer der Nachfolger sein wird. Vielleicht hatte der eine oder die andere von Ihnen die Erwartung, dass sich in der Vakanz nicht viel tun wird. Sicher sind Sie mit uns der Ansicht, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Veränderungsprozesse im Blick auf die Tageseinrichtungen für Kinder (TEK), die Etablierung der Kirchengemeindeverbände (KGV) und die Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) in den Kirchengemeinden, die bereits unter Bischof Felix initiiert wurden, sind in den vergangenen Monaten zielgerichtet vorangetrieben wurden. Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg. Das ist nur möglich, weil viele von Ihnen sich auf die Veränderungen einlassen, daran intensiv und engagiert mitarbeiten und sie als das sehen, was sie sind: eine Chance, die strukturellen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Verkündigung der Frohen Botschaft in unserem Bistum auch in Zukunft gut möglich sein wird. Dafür ein herzliches Dankeschön!
Statt aber weit in die Zukunft zu schauen, blicken wir in diesem Newsletter in die Gegenwart. Das Jahr 2026 ist für die Veränderungsprozesse von entscheidender Bedeutung. Wir werden in allen drei Veränderungsprozessen in die konkreten Umsetzungen gehen. Hierzu gehört auch, dass wir immer wieder kritisch auf das schauen, was wir uns vorgenommen haben, dass wir konstruktive Anfragen zu Programmzielen und Zeitplänen ernst nehmen und gegebenenfalls Festlegungen überdenken. Das haben wir Anfang des Jahres im Blick auf das Programm insgesamt getan. Das Ergebnis dieser kritischen Reflektion war: Wir können und werden bei nahezu allem bleiben können, was wir bisher festgelegt und auch zugesagt haben – mit einer wichtigen Anpassung des Zeitplans und mit einer zentralen Ergänzung im Blick auf die Organisationsstruktur für die Tageseinrichtungen für Kinder.
Noch im vergangenen Newsletter hatten wir im Blick auf den Trägerwechsel der Tageseinrichtungen für Kinder geschrieben, dass es das Ziel sei, dass die drei gGmbHs die Trägerschaften ab August 2027 – also mit dem Kindergartenjahr 2027/2028 – übernehmen. Von vielen Seiten gab es Rückmeldungen, dass dieser Zeitplan (zu) ambitioniert sei. Insbesondere haben verschiedene Experten, darunter die Firma Solidaris, die uns im Programm begleitet, berät und unterstützt (vgl. auch den Artikel zur Solidaris in diesem Newsletter), eine Herausforderung betont: Der Trägerwechsel macht es notwendig, dass für die drei gGmbHs Eröffnungsbilanzen erstellt werden. Hierzu müssen zuvor in allen Kirchengemeinden, die die Trägerschaften an die gGmbH übergeben, Übertragungsbilanzen erstellt werden. Das braucht Zeit, Sorgfalt und Ressourcen. Die Ausgangsbedingungen hierfür sind in den Zuständigkeitsgebieten der Zentralrendanturen sehr unterschiedlich. Die Lenkungsgruppe des Programms hat daher entschieden: Der Trägerwechsel erfolgt ab dem 1. August 2027 in mehreren Etappen. Spätestens zum 1. August 2029 soll er abgeschlossen sein. Wann genau der Trägerwechsel für die TEK in welchen Zentralrendantur-Bereich geplant ist, wird aktuell noch erörtert und in Absprache mit den Zentralrendanturen festgelegt werden.
Zudem hat die Lenkungsgruppe entschieden, dass für die drei gGmbHs eine Holding als Dachorganisation gegründet werden soll (vgl. dazu den Artikel in diesem Newsletter). Wichtig ist: Für die Mitarbeitenden in den Tagesseinrichtungen für Kinder und für den Prozess der Übertragung der Trägerschaften ändert sich dadurch nichts. Sehr bedeutsam ist die Gründung der Holding aber insofern, als bestimmte Tätigkeiten insbesondere vom Bischöflichen Generalvikariat in die Holding verlagert werden sollen. Mit der MAV des BGV haben daher schon Gespräche stattgefunden. Zudem gab es für die Führungskräfte und alle Mitarbeitenden des BGV in den vergangenen Tagen digitale Informationsveranstaltungen. Dabei haben wir dargestellt, wie die Entscheidungsprozesse in diesem Jahr laufen werden und wie wir versuchen möchten, die Mitarbeitenden im BGV möglichst gut mitzunehmen.
Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung zu Unruhe führt. Das gilt umso mehr, als noch nicht alle Konsequenzen klar sind. Wir können heute noch nicht alle Fragen, die sich hieraus ergeben, beantworten. Zugleich können auch noch neue Fragen hinzukommen. Wir haben uns gleichwohl dazu entschieden, die Entscheidung unmittelbar mitzuteilen, um in aller Transparenz deutlich zu machen, wo wir aktuell stehen.
Aber nicht nur im BGV, sondern auch vor Ort, wird es – wie Sie wissen – deutliche Veränderungen geben. Diese hängen neben dem Trägerwechsel der TEK insbesondere mit der Gründung der Kirchengemeindeverbände zusammen. Daher haben wir in den vergangenen Tagen vor Ort in den Zentralrendanturen die dortigen Mitarbeitenden informiert. Zudem wurden zuvor bereits die Verbandsausschüsse auf den aktuellen Stand gebracht. Auch der Kirchensteuerrat wurde im Blick auf die finanziellen Konsequenzen der Entscheidungen eingebunden.
Wir haben den aktuellen Stand hinsichtlich der Überleitung der Tageseinrichtungen für Kinder in einer Präsentation zusammengefasst. Diese finden sie hier.
Für die Mitarbeitenden der Zentralrendanturen und des BGV stellen wir zudem gesonderte Informationen im Intranet bereit.
Welches sind die nächsten Schritte im Programm? Die Kirchengemeinden erhalten nun wie zugesagt und schon länger geplant die Vertragsunterlagen, auf die sie bis Ende April eine Resonanz geben können. Bei regionalen Veranstaltungen (vgl. die Informationen dazu in diesem Newsletter) werden wir – wie angekündigt – Ende April/Anfang Mai vor Ort weitere Informationen geben und Fragen beantworten. Kurz zuvor finden bereits digitale Veranstaltungen für die Verbundleitungen statt (s.u.). Von Mitte Mai bis Ende September 2026 können die Kirchengemeinden die Entscheidungen für einen Trägerwechsel treffen und die Verträge unterzeichnen. Die Gründung der gGmbHs erfolgt wie geplant Mitte dieses Jahres. Und auch Namen für die gGmbHs wurden bereits gefunden (s.u.).
Sie sehen, um auf den Beginn zurückzukommen, es tut sich einiges. Weiterhin bemühen wir uns, Sie kontinuierlich über den Fortgang des Veränderungsprogramms zu informieren. Insbesondere setzen wir dabei – neben diesem Newsletter – auf die persönliche Kommunikation. Und die zentralen Informationen finden Sie nach wie vor auf der Internetseite der Veränderungsprozesse sowie im Intranet.
Wir freuen uns auf die nächsten Begegnungen, natürlich auf einen guten Bischof und senden freundliche Grüße,
Jutta Loke und Günter Eilers
Programmleitung